In einer Studie des „College of Medicine“ an der Universität Florida wurde untersucht, wann Schulkinder nach Kontakt mit COVID-19-Patienten wieder zur Schule gehen können. Die Rückkehr ist früher als bislang vermutet möglich.

Die Forschergruppe um Eric Nelson konnte belegen, dass bei Schülern nach neun Tagen Quarantäne und einem negativen PCR-Test keine Erkrankung und Ansteckungsgefahr mehr besteht. Die Studie wurde im Alachua County in Florida mit etwa 13.000 Kindern (Kindergartenalter bis 12. Klasse) im Herbst 2020 durchgeführt.

Bei Kindern mit Corona-Verdacht wurde ein nasopharyngealer Abstrich und ein PCR-Test vorgenommen. Kontaktpersonen von COVID-19-positiven Fällen wurden in Quarantäne geschickt. Erneute PCR-Tests wurden am dritten Tag und an den Tagen 9 bis 14 der Quarantäne angeboten.

Von 495 Schülern mit Verdacht auf COVID-19 wurden 257 positiv getestet, in Folge wurden 2189 Kontaktkinder in Quarantäne geschickt. Von diesen wurden 134 (6,1 Prozent) am dritten Tag und 839 (38 Prozent) an den Tagen 9 bis 14 getestet. Am dritten Tag waren 10,4 Prozent SARS-CoV-2-positiv, an den Tagen 9-14 waren es 4,8 Prozent. Von den 800 SARS-CoV-2-Negativen an den Tagen 9-14 erkrankte nur ein einziger Schüler mit einer anderen Virusmutation an COVID-19.

Nach Ansicht der Forschergruppe ist daher eine frühe Schulrückkehr eines SARS-CoV-2-Negativen nach zehn Tagen ohne negative Auswirkungen möglich.


KMS