Die Nationale Stillkommission am Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) weist auf zwei neue Forschungsprojekte zum Stillen in Deutschland hin.

Im international angebundenen Projekt „Becoming Breastfeeding Friendly“ (BBF) wird erstmals der aktuelle Stand der Stillförderung in Deutschland umfassend analysiert. Eines der acht Handlungsfelder dieses Projektes untersucht, welchen Stellenwert das Thema „Stillen“ in den deutschen Me dien hat. Neben diesem Projekt wird zudem ein von der Nationalen Stillkommission vorgeschlagenes Folgeprojekt der vor 20 Jahren durchgeführten bundesweiten „SuSe“-Studie („Stillen und Säuglingsernährung“) gestartet. Die groß angelegte Studie „SuSe II“ erhebt umfassende Daten zur Stillhäufigkeit sowie zu Einflussfaktoren auf das Stillverhalten und auf die Ernährung von Säuglingen.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat das Netzwerk „Gesund ins Leben“ und die Nationale Stillkommission beauftragt, das Vorhaben „Becoming Breastfeeding Friendly“ (BBF) in Zusammenarbeit mit der Universität Yale für Deutschland durchzuführen. Dabei untersucht eine Expertenkommission unter anderem, wie stillfreundlich Deutschland ist. Ein Schwerpunkt ist hierbei die Analyse, wie deutsche Medien über das Thema Stillen berichten und in welchem Umfang und über welche Kanäle Prominente öffentlichkeitswirksam für das Stillen werben. Auf Basis der Ergebnisse schlägt die Expertenkommission dann Maßnahmen vor, um das gesellschaftliche Klima in Deutschland stillfreundlicher zu gestalten.

Des Weiteren startete kürzlich das von der Nationalen Stillkommission vorgeschlagene Folgeprojekt der im Jahr 1997/1998 durchgeführten „SuSe“-Studie. „SuSe II“ soll zeigen, ob und wie sich das Stillverhalten und die Säuglingsernährung in Deutschland seither entwickelt haben. Dazu werden ca. 170 Geburtskliniken und 1.500 Mütter befragt. Die auf zwei Jahre angelegte Studie wird vom Forschungsdepartment Kinderernährung (FKE) der Universitätskinderklinik Bochum durchgeführt und vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gefördert.


Bundesinstitutes für Risikobewertung / ras