„Kleine Kinder sind keine effizienten Verbreiter“ von COVID-19 Erkrankungen. Dies hat jetzt Chefvirologe der Uniklinik Essen, Professor Ulf Dittmer, untermauert.

Die schnelle Öffnung von Kitas und Grundschulen sei daher gerade auch mit Blick auf die aktuelle Studienlage dringend zu empfehlen. Unter den Schließungen „leiden vor allem die Kinder aus sozial schwachen Familien“, stellt Dittmer immer wieder fest. Das Argument, eine Öffnung führe zu mehr Mobilität und damit zu mehr Infektionen, beleuchtet nur die eine Seite der Medaille: „Bildung ist ein hohes Gut“, das man gegen diese potenziellen Gefahren während einer Pandemie gut abwägen müsse.

Für Schwangere sei eine Covid-19-Erkrankung allerdings „sehr, sehr gefährlich.“ Dies belegten mehrere Fälle im Essener Klinikum aus der jüngsten Zeit. Der Virologe empfiehlt Frauen mit Kinderwunsch, sich „unbedingt“ so rasch wie möglich in enger Abstimmung mit ihrem Hausarzt impfen zu lassen: „Es gibt keine biologischen Gründe dagegen.“

Schließlich warnt der Virologe auch davor, sich „im Freien in Sicherheit zu wiegen – gerade im Winter“. So gebe es zu dieser Jahreszeit zu wenig UV-Licht, um die Erreger vollends unschädlich zu machen. Sollte sich eine deutlich „infektiösere Variante“ wie die etwa in England oder in Südafrika aufgetretene Mutation hierzulande noch stärker verbreiten, steige auch draußen die Gefahr weiter, sich zu infizieren.


ras