Unter diesem Motto und den daraus resultierenden „Herausforderungen für die Hilfesysteme“ steht die diesjährige Jahrestagung der Deutschen Liga für das Kind.

Geplant ist die Veranstaltung am 23./24.10.2020 im Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) in Hamburg. Falls sie aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie nicht real vor Ort stattfinden kann, wird sie auf ein Online-Format umgestellt.

Kinder psychisch- und suchterkrankter Eltern sind in mehrfacher Hinsicht belastet. Sie bekommen nicht die nötige Aufmerksamkeit und Unterstützung und müssen häufig Versorgungsaufgaben im Alltag übernehmen, die nicht kindgerecht sind. Bei manchen kommen akute Gefährdungen hinzu. Das Risiko, dass diese Kinder später selbst eine seelische Erkrankung entwickeln, ist hoch.

Auf der Tagung wird erörtert, auf welche Weise das Wohl von Kindern psychisch- und suchterkrankter Eltern bestmöglich gesichert werden kann, wie die Hilfesysteme organisiert sein sollten und welche rechtlichen und politischen Handlungsbedarfe bestehen. Die interdisziplinäre Tagung richtet sich an alle mit Kindern und Familien tätigen Fachkräfte und natürlich auch an Kinder- und Jugendärzte.

Referenten der Tagung, bei der pikanterweise allerdings kein einziger Pädiater als Vortragender auftritt, sind unter anderem:
  • Prof. Dr. Silke Wiegand-Grefe, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychotherapie und -psychosomatik am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und MSH Medical School Hamburg (Hilfen für Kinder psychisch- und suchterkrankter Eltern)
  • Prof. Dr. Sabine Wagenblass, Fakultät für Gesellschaftswissenschaften der Hochschule Bremen (Kinder psychisch erkrankter Eltern. Herausforderungen für die Kinder- und Jugendhilfe)
  • Dr. phil. Anna-Lena Zietlow, Akademische Mitarbeiterin am Institut für Medizinische Psychologie an der Universität Heidelberg (Die Bedeutung postpartaler Depression und Angststörungen für die Mutter-Kind-Interaktion und die kindliche Entwicklung)
  • Dr. Heinz Kindler, Leiter der Fachgruppe „Familienhilfe und Kinderschutz“ des Deutschen Jugendinstituts in München (Kinder psychisch- und suchterkrankter Eltern. Die Zusammenarbeit der Berufsgruppen und Systeme)


ras