Im Vergleich zum Vorjahr ist nach Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) in der Region Berlin und Brandenburg die Zahl der zu früh geborenen Kinder um ein Fünftel gesunken.

Der Anteil frühgeborener Kinder lag im Zeitraum Januar bis September 2020 bei den Versicherten der TK bei 4,1 Prozent. Dies zeigt die aktuelle Auswertung der Abrechnungsdaten zu Entbindungen der TK hervorgeht. Im Jahr 2019 betrug der Anteil hingegen noch 5,1 Prozent.

Die Anzahl der Frühgeburten ist in allen Bundesländern gesunken. Ob es sich dabei um einen anhaltenden Trend handelt, bleibt aber abzuwarten. Im Vergleich mit allen Bundesländern schneidet die Hauptstadt aber am besten ab, denn sie hat den geringsten Anteil an Frühgeborenen. Die Gründe für die unterschiedlichen Zahlen in Bezug auf Frühgeburten in den Bundesländern sind bislang noch unklar. Als Risikofaktoren für eine Frühgeburt gelten Infektionen, Bluthochdruck oder Depressionen.

Sollte es nach einer Auswertung der gesamten Datenlage für das Jahr 2020 einen zeitlichen Zusammenhang zwischen der Pandemie sowie Frühgeburten geben, sollte nach Ansicht der TK den Ursachen hierfür rasch mit weiteren Erhebungen auf den Grund gegangen werden.


KMS