Mit dem zunehmenden Einsatz von Haushaltsreinigern steigt auch die die Wahrscheinlichkeit für Asthmasymptome bei Kleinkindern.

Diese Zusammenhänge hat eine kanadische Studie zu Tage gefördert. Die Forscher hatten 2022 Kinder aus der kanadischen CHILD-Kohorte von der Geburt bis zum Alter von drei Jahren beobachtet und dabei mehrfach eine Reihe von Tests durchgeführt: Die Kinder wurden klinisch untersucht, es wurden Blutproben genommen und Prick-Tests gemacht. In Fragebögen wurde in halbjährlichen Abständen erfragt, wie häufig die Eltern welche Arten von Haushaltsreinigern verwenden, ob in der Wohnung geraucht wurde oder auch ob Tiere zum Haushalt gehörten.

Besonders häufig kam es zu Atemwegssymptomen, wenn im Haushalt Raumdüfte verwendet wurden, sei es in fester oder flüssiger Form, als Spray oder für die Steckdose. Duftstoffe sind nach Parks und Kollegen möglicherweise entscheidend für das Atemwegsrisiko.

Zudem sei das übermäßige Putzen auch deswegen kontraproduktiv, weil es zahlreiche Mikroben am Wachstum hindert, die möglicherweise dazu dienen, das Immunsystem reifen zu lassen. In diesem Fall könnten Kinder später besser vor Allergien geschützt werden.

Die Ergebnisse der Studie seien zwar kein Beweis für einen ursächlichen Zusammenhang mit den Atemwegssymptomen der Kinder. Zumindest könne man aber feststellen, dass die häufige Exposition gegenüber Reinigungsmitteln im frühen Kindesalter die Entwicklung von Asthma in späteren Jahren begünstigen könne. Abschließend stellten die Forscher klar, dass ein gesundes Zuhause nicht nur durch Sauberkeit erreicht wird, sondern viel eher durch das sorgfältige Lesen von Produktinformationen.


ras