Was macht gute Geschwisterbegleitung aus? Der FamilienBande-Qualitätszirkel hat hierzu sechs Empfehlungen für die Praxis vorgelegt.

Ziel der Novartis Stiftung FamilienBande ist es, über die besondere Familiensituation von Geschwisterkindern aufzuklären und mit Experten aus der Wissenschaft und Praxis bedarfsgerechte und wirksame Angebote zu entwickeln, zu vernetzen und auszubauen.

Geschwister behinderter und schwer chronisch erkrankter Kinder und Jugendlicher befinden sich in einer belastenden Lebenssituation, die sie nicht immer alleine bewältigen können. Für betroffene Geschwister gibt es heute schon eine Vielzahl an Unterstützungen - angefangen von Chats über spezielle Geschwister-Freizeit-Angebote bis hin zu spezifischen, an den individuellen Bedürfnissen der Geschwister ausgerichteten Seminaren.

Die sechs Empfehlungen richten sich an Interessierte und Fachkräfte, die Angebote für Geschwister planen, konzipieren und umsetzen. Die Anregungen wurden entlang folgender Themen entwickelt: Selbstverständnis und Grundhaltung, Zielsetzung, Konzeption, Rahmenbedingungen, Anbieterqualität und praktische Umsetzung.

Mit den jetzt vorgelegten Empfehlungen hat der Qualitätszirkel ein Basispaket erarbeitet und abgeschlossen, welches das gebündelte Wissen „aus der Praxis für die Praxis“ für andere zugänglich und nutzbar macht. Hier eine kleine Auswahl aus den Empfehlungen:

  • Zum Selbstverständnis und zur Grundhaltung gehört es, dass die Geschwister als Experten in eigener Sache und nicht per se als psychisch belastet oder auffällig angesehen werden und dass ein Angebot die vorhandenen Ressourcen stärken soll.
  • Eine wichtige Rahmenbedingung ist, dass es oft eines langen Atems bedarf, um ein Angebot dauerhaft zu etablieren. Anfangs können daher die Teilnahmezahlen auch gering sein.
  • Bei der praktischen Anwendbarkeit gilt es, Geschwister aktiv einzubinden – und gleichzeitig die Eltern gut zu informieren – das sorgt für mehr Nachhaltigkeit.

Aller Empfehlungen können als pdf-Datei auf der Website der Stiftung heruntergeladen werden.


Quelle: Stiftung FamilienBande