Im Rahmen der Fr1da-Studie „Typ-1-Diabetes früh erkennen, früh gut behandeln“, die von Forschenden am Institut für Diabetesforschung bei Helmholtz Munich geleitet wird, können Familien ihre Kinder im Alter von zwei bis zehn Jahren auf ein Frühstadium von Typ-1-Diabetes testen lassen. Im Mai 2026 hat die Studie ihr Angebot auf fünf weitere Bundesländer ausgedehnt.
Neu mit dabei sind: Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind hinzugekommen. Bisher gab es das Angebot in Bayern, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Sachsen.
Erkrankung früher erfassen, gezielter vorsorgen
Typ-1-Diabetes beginnt oft lange, bevor Kinder erste Symptome entwickeln. In dieser frühen Phase lassen sich im Blut bereits spezifische Antikörper nachweisen, sogenannte Inselautoantikörper gegen Bestandteile der insulinproduzierenden Inselzellen in der Bauchspeicheldrüse. Hier setzt Fr1da an: Die Studie sucht in der Allgemeinbevölkerung gezielt nach frühen, noch symptomlosen Stadien des Typ-1-Diabetes und ordnet das jeweilige Krankheitsstadium anschließend genauer ein. So leistet Fr1da einen Beitrag dazu, die Erkrankung früher zu erfassen und ihren Verlauf besser zu verstehen. Dies schafft die notwendige Grundlage für gezieltere Vorsorge- und Interventionsansätze.
Sie möchten mit Ihrer Praxis an der Studie teilnehmen?
Informationen über die Studie generell und die Teilnahme in Ihrer Region finden Sie unter www.fr1da.de unter „Informationen für Arztpraxen“.
Red.
Quelle: Helmholtz Munich
Erschienen in: Kinderärztliche Praxis, 2026; 97 (4) Seite 274
