Die Kinder-und Jugendärzte sprechen nun Klartext. Denn beim Impfen sind sie jahrelang „seitens der Politik nicht besonders ambitioniert unterstützt worden.“

Zwar begrüßte BVKJ-Präsident Dr. Thomas Fischbach die jüngste Initiative von Bundesgesundheitsministerin Hermann Gröhe (CDU), der die Pflicht zur Impfberatung verschärfen will. Da künftig die Kitas den Gesundheitsämtern melden sollen, wenn Eltern die Impfberatung vor der Aufnahme in eine Kindertageseinrichtung verweigern, könnten die Ämter dann viel gezielter auf die Impfverweigerer zugehen.

Impfhürden wie Fachgruppenbegrenzungen oder Altersgrenzen abschaffen

Dies reicht dem BVKJ aber noch längst nicht aus. Fischbach fordert, dass künftig jedes impffähige Kind vor Eintritt in eine Kita den Nachweis erbringen müsse, dass es STIKO-konform geimpft ist: „Ohne Impfung kleine Kita und auch keine andere Bildungseinrichtung.“

Doch auch die Ärzteschaft könne sich nicht aus der Verantwortung stehlen, da „etliche ihre Mitglieder dem Impfen eine zu geringe Aufmerksamkeit schenken.“ Schließlich sei es auch an der Zeit, dass die Selbstverwaltung Impfhürden wie Fachgruppenbegrenzungen oder Altersgrenzen abschaffe.


von Raimund Schmid