Jugendliche werden immer später sexuell aktiv – und verhüten sicher. Das zeigt die aktuelle Jugendsexualitätsstudie des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG, www-bioeg.de). Bei der Verhütung zeigt sich die junge Generation verantwortungsbewusst.
2019 waren die meisten Jugendlichen mit 17 Jahren sexuell aktiv, heute meist mit 19. Lediglich 6 % der Jugendlichen und jungen Erwachsenen gaben an, beim ersten Sex nicht verhütet zu haben. Beim ersten Sex greifen Jugendliche (76 %) überwiegend zum Kondom (2019: 77 %). Die Pille wird deutlich seltener verwendet (2025: 34 %, 2019: 30 %). Mit zunehmender sexueller Erfahrung gewinnt aber die Pille an Bedeutung: 50 % der mehrfach sexuell erfahrenen Jugendlichen (2019: 53 %) und 48 % der jungen Erwachsenen (2019: 59 %) verwenden sie aktuell. Die Spirale nutzen aktuell 6 % der Befragten.
Unter den Jugendlichen, die noch keine sexuellen Kontakte hatten, gibt die Hälfte an, dass bislang die passende Partnerin bzw. der passende Partner gefehlt habe (51 %). 37 % halten sich für „zu schüchtern“ und 41 % für „zu jung“.
Für die Studie wurden über 5.300 Jugendliche und junge Erwachsene befragt. Die Ergebnisse zeigen laut BIÖG: Aufklärung wirkt – und stärkt junge Menschen in ihren Entscheidungen.
Red.
Quelle: Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit
Erschienen in: Kinderärztliche Praxis, 2026; 97 (2) Seite 110
