Körperliche Aktivität kommt Erwachsenen wie auch Kinder und Jugendlichen gleichermaßen zugute. Vom deutschlandweit eingesetzten „Rezept für Bewegung“ können in Rheinland-Pfalz jetzt auch Kinder und Jugendliche profitieren. Für sie gelten im Schnitt 60 Minuten tägliche Bewegung als Zielgröße.
Entsprechende Rezeptblöcke sind über die dortige Landesärztekammer sowie den Landessportbund erhältlich (www.lsb-rlp.de/rezept-fuer-bewegung). Das von Ärzten ausgestellte Rezept soll diejenigen jungen Patientinnen und Patienten anspornen, die sich zu wenig bewegen und ansonsten keine akuten Erkrankungen oder besondere gesundheitliche Beschwerden haben. Dabei soll laut Ärztekammer Bewegung gezielt in den Alltag integriert werden. Auf dem Rezept sollen Ärzte oder speziell Pädiater gezielte und nun auch für Kinder und junge Menschen geeignete Bewegungsformen empfehlen – etwa Ausdauer-, Kräftigungs- oder Entspannungsangebote, die möglichst in qualitätsgesicherten Angeboten wie Sportvereinen erfolgen sollen.
Das Rezept ist eine freiwillige ärztliche Leistung, die auch nicht über die Kassen abgerechnet werden kann. Es enthält jedoch nicht nur eine Empfehlung an den Patienten für mehr Bewegung, sondern weist auch auf Sportangebote in der Nähe hin und untermauert, dass Sportvereine wichtige Partner in der Gesundheitsförderung sind.
Das bereits im Jahr 2011 als Initiative vom Olympischen Sportbund, der Bundesärztekammer und der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention gestartete „Rezept für Bewegung“ geht in Rheinland-Pfalz neben der Landesärztekammer auf die Initiative des Landessportbunds und der Landeszentrale für Gesundheitsförderung zurück. Die neuen Angebote für Kinder und junge Menschen werden nun zusätzlich vom Land selbst sowie der Initiative „Land in Bewegung“ gefördert.
Raimund Schmid
