Eine Studie mit Kindern von Patientinnen mit Epilepsie untersuchte den Zusammenhang zwischen pränataler Exposition gegenüber anfallssupprimierenden Medikamenten (ASM) und neurologischen Entwicklungsstörungen.
Anhand einer Kohortenstudie mit Kindern von Patientinnen mit Epilepsie konnte ermittelt werden, dass eine pränatale Exposition gegenüber Valproinsäure das Risiko für neurologische Entwicklungsstörungen sowie psychiatrische Erkrankungen wie Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörungen (ADHS), Autismus-Spektrum-Störungen (ASD) und Intelligenzminderung signifikant erhöht. Weitere anfallssupprimierende Medikamente (ASM) wie Zonisamid, Carbamazepin, Oxcarbazepin, Topiramat und Lamotrigin waren mit geringeren bzw. unklaren Zusammenhängen in Bezug auf neurologische Entwicklungsstörungen assoziiert.
Aus der Untersuchung ergibt sich, dass ein pränataler Einsatz einer antiepileptischen Medikation sehr streng indiziert ist.
Erschienen in: Kinderärztliche Praxis, 2026; 97 (3) Seite 170
