14.02.2011 Neurodermitis hinterlässt häufig anhaltend seelische Wunden

Neurodermitis in den Kinderjahren führt im späteren Leben - häufig auch noch in der Adoleszenz oder im Erwachsenenalter - zu psychischen Problemen.

Das hat nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) eine Studie mehrerer deutscher Universitätskliniken („GINIplus“-Studie) ergeben, an der fast 6.000 Kinder beteiligt gewesen sind. 3.000 davon konnten bis zum zehnten Lebensjahr untersucht werden. Die Ergebnisse zeigen, dass Ekzemkrankheiten im Säuglings- und Kleinkindalter einen erheblichen Krankheitswert auch mit Auswirkungen auf deren späteres Leben besitzen.

Blieb das Ekzem über das zweite Lebensjahr hinaus bestehen, waren psychische Probleme und Verhaltensauffälligkeiten im Alter von zehn Jahren besonders häufig. Überraschenderweise ergab sich auch, dass sogar Kleinkinder, deren Ekzeme im ersten Lebensjahr spontan abgeheilt waren, vermehrt mit psychischen Problemen rechnen müssen.

Professor Dr. med. Thomas Werfel vom Vorstand der DGAKI rät deshalb zu psychologischen Angeboten für Eltern dieser in besonderer Weise betroffener Kinder, etwa in Form einer 12-stündigen ambulanten Schulung. Näheres unter www.neurodermitisschulung.de.

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